Müllvermeidung

  • Weintrauben in IndustrieverpackungIch möchte kurz auf meine Beweggründe beim Thema Plastik-Müllvermeidung eingehen. Viele Menschen befassen sich damit. Aber viele Menschen machen es auch individuell unterschiedlich.

  • Beim Endverbraucher entsteht viel Kunststoffmüll durch Verpackungsmaterial. Das wird bei einem Blick in den Gelben Sack sehr schnell klar. Genau hier setze ich an.

    Zunächst eine Bestandsaufnahme für das Badezimmer. In diesem Fall ein Männerbadezimmer. Frauenbadezimmer und Familienbadezimmer hätten eine etwas üppigere Statistik. Letztens habe ich gesehen, wie jemand eine ganze Kiste aus dem Bad aussortiert hat. Alles Kosmetik und Make-up, das durch die Prüfung mit der CodeCheck App durchgefallen war.

  • Eisbergsalat in FolieIn der Küche fällt am meisten Verpackungsmüll im Haushalt durch die Lebensmittel an. Der Handel flippt bei Industrieverpackungen für Obst und Gemüse geradezu aus.

    Ich habe mir mal alles mit Kunststoff angesehen und eine ziemlich lange Liste erhalten.

    Meine Küche ist dadurch charakterisiert, dass ich sehr viel selber Koche und Backe. Daher schlagen jegliche Müllquellen bei Obst und Gemüse sofort bei mir durch.

  • PutzmittelIm Haushalt hat man es eher mit Reinigung und Zimmerpflanzen zu tun. Fenster putzen. Parkett reinigen und imprägnieren. Armaturen und Fliesen entkalken. Umtopfen, Düngen und Gießen.

    Diverse Gebrauchsgegenstände wie Putzzeug, Eimer, Badeinrichtung sind auch aus Kunststoff.

  • Los geht's: Anhand der Bestandsaufnahmen von Bad, Küche und Haushalt ersetze ich schrittweise Produkte in überflüssiger Kunststoffverpackung durch gleichwertige Alternativen - am besten unverpackt oder in Glas bzw. Papier.

    Begonnen habe ich im August 2018. Und wie ich das mache, lest ihr im Folgenden.

  • Gläser als Vorratsbehälter statt TütenSchritt für Schritt weniger Plastik und Müll im Haus. Als erstes werden alle Küchenschränke aufgeräumt.

    Überflüssige Plastiktüten und -verpackungen raus. Alternative Vorratsgefäße rein.

    Alles beschriften und Ordnung sowie Übersicht schaffen.

  • Unverpackte PfirsicheEin Blick in meinen Gelben Sack hat gezeigt, dass Plastikmüll überwiegend von Molkereiprodukten sowie Obst und Gemüse stammt. Bei Obst und Gemüse sind es die für mich überflüssigen Industrieverpackungen (Boxen, Schalen) und Folien.

    Nochmal zum Verständnis: Mein Nicht-Ziel ist: Ich will nicht auf Bio umstellen. Ziel ist es, Müll zu vermeiden.

  • Saisonkalender ObstMöchte man regional und abwechslungsreich sein Obst kaufen, sollte man auch wissen, wann Erntesaison ist. Zu dieser Zeit ist die Chance hoch, dass regionale Produkte am Obststand zu haben sind und man auch die regionale Landwirtschaft unterstützen kann. Noch höhere Trefferquoten hat man sicherlich auf Märkten, wo die Erzeuger direkt verkaufen.

    Die Verbraucherzentralen bringen mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft seit mehreren Jahren einen Saisonkalender für heimisches Obst und Gemüse heraus.

  • Saisonkalender GemüseMöchte man regional und abwechslungsreich sein Gemüse kaufen, sollte man auch wissen, wann Erntesaison ist. Zu dieser Zeit ist die Chance hoch, dass einheimische Produkte am Gemüsestand zu haben sind und man auch die regionale Landwirtschaft unterstützen kann. Noch höhere Trefferquoten hat man auf Märkten, wo die Erzeuger direkt verkaufen.

    Die Verbraucherzentralen bringen mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft seit mehreren Jahren einen Saisonkalender für heimisches Obst und Gemüse heraus.

  • Glaskonserven im Bio-MarktIch will aufgrund des fehlenden Verbotes von Bisphenol A (BPA) keine Konservendosen mehr kaufen. Die letzte Stichprobe vom BUND vom August 2017 war nicht besonders erfreulich. Damit scheiden viele Produkte aus dem Supermarkt und Discounter für mich aus. 

    Leider führen die Supermärkte und Discounter in meiner Umgebung nur wenige Alternativen im Glas.

  • Müllreduzierung in 8 MonatenIm August 2018 habe ich begonnen, meinen täglichen Konsum auf Produkte ohne Plastikverpackung umzustellen. Der größte Teil des Müllberges kam bis dato vom Obst und Gemüse. Einen großen Gelben Sack pro Monat Plastikmüll! Früher hatten die Mieter unseres Hauses eine Gelbe Tonne zur Verfügung. Inzwischen sind es zwei! Und diese zwei Tonne sind immer voll. Sie sind quasi schon 2 Tage nach dem Abholen voll und dann muss man 12 Tage warten. Es hat mich so genervt, dass ich einen Schlussstrich unter dem Müll gezogen habe.

  • preisreduzierte LebensmittelKnapp 11 Mio Tonnen Lebensmittel landes jedes Jahr auf dem Müll. Das ergab eine Studie der Universität Stuttgart im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. 61% der Abfälle entstünden in Privathaushalten, 17% in der Industrie, 17% bei Großverbrauchern und 5% im Handel.

    Die FAO, das ist die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, schätzt, dass weltweit rund ein Drittel der Lebensmittel verloren gehen oder weggeworfen werfen. Das fängt auf dem Feld an, geht über Transport, Verarbeitung, Konservierung, Lagerung, den Handel und endet beim Verbraucher, der Großküche oder dem Restaurant.

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    Hier führe ich eine Liste von plastikfreien Online-Shops, die ihre Produkte in Papiertüten verpacken und Pappkartons versenden. Die Shops haben keinen Kunststoffverpackungskram oder Füllstoff bzw. bieten Papierverpackung auf Anfrage ohne Mehrkosten an. Ein Sortiment aus Bio-Produkten bzw. Naturkosmetik ist keine Bedingung.

    Online-Händler, die gelistet werden möchten, mögen mir bitte eine E-Mail schicken oder sich per Post melden.

  • Grünzeit im PlayStoreBei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein habe ich die knuffige App Grünzeit entdeckt, mit der man den Erntekalender immer auf dem Handy hat.

    Die VZ hat die Saisonkalender für heimisches Obst und Gemüse, die man von Flyern oder diversen Veröffentlichungen kennt, in ein handliches digitales Format gebracht.

  • App Maerker ScreenshotSeit einigen Jahren gibt es in Brandenburg die App "Maerker". Mit dieser Anwendung kann man Infrastrukturprobleme wie illegale Müllablagerung oder defekte Straßenbeleuchtung melden.

    Die App ist damit vergleichbar mit der App Ordnungsamt-Online.

    Und daher kann man auch mit dieser App illegale Müllentsorgung in der Natur melden

  • App Ordnungsamt-Online ScreenshotSeit wenigen Jahren gibt es in Berlin die App "Ordnungsamt-Online". Mit dieser Anwendung kann man direkt von unterwegs, aber auch nachträglich zu Hause am PC, "Störungen im öffentlichen Raum" melden.

    Das kann von Sperrmüll auf der Straße bis zu losen Gehwegplatten so ziemlich alles sein. Die App routet die Meldungen zu den zuständigen Bezirken und Stellen.

  • Backzutaten in KunststoffverpackungBeim Thema Plastik-Müllreduzierung wird manchmal als eine Möglichkeit genannt, selber zu backen und mit frischen Zutaten zu kochen. Das zielt in die Richtung der Verpackungen von Fertiggerichten, wie Torteneinschalungen oder Beutel aus der Tiefkühltruhe, Verpackungen aus dem Kühlregal oder Mikrowellenschalen.

    Nur benötigt man zum Kochen und Backen natürlich Zutaten und die sind auch oft in Kunststoff verpackt. Hier muss man leider je nach Wohnort und Versorgungslage länger tüfteln, um alternative Bezugsquellen zu finden.

  • WurmkisteIn meiner Küche fällt recht viel Biomüll an. Ich bereite Speisen gern mit frischem Obst und Gemüse zu und habe daher regelmäßig Schalen, Strünke, Blätter, aber auch mal matschige Früchte als Bioabfall. Dank Faulheit sammeln sich die kleinen Mengen im Abfalleimer und fangen dann an zu stinken oder ziehen Fruchtfliegen an. Mangels Komposthaufen bleibt nur die ebenfalls stinkende Biotonne, die kaum bodenvoll und selten abgeholt wird oder der Restmüll, der an meinem Wohnort in der Regel verbrannt wird. Vor kurzem bin ich auf eine ökologische Idee gestoßen, die bei manchem eher skeptische Reaktionen hervorrufen wird: Die Wurmkiste.

  • Schwierigkeitsgrad: einfach
    Personen: 3
    Zubereitungszeit insg.: ca. 45 min

    Knödel heraus nehmen und in Scheiben schneidenSooooo lecker. Mache ich leider viel zu selten. Diese Variante habe ich bei einem DIY-Silvesteressen bei Bekannten kennengelernt. Geht total einfach und man braucht dieses ganze in Plastik eingeschweißte Zeug nicht kaufen.

    Es gibt Ähnlichkeiten zu den Mikrowellen-Semmelknödel.

  • Schwierigkeitsgrad: einfach
    Zubereitungszeit insg.: ca. 45 min

    Gemüsereste kochenMeine Oma hat Gemüsebrühe früher selber gekocht. Das war teilweise auch einfach ein "Abfallprodukt". Letztens habe ich von einer Köchen wiedermal diesen Tipp gehört. Konkret ging es um die Nutzung von Gemüseresten. Nun landen die bei mir eigentlich in der Bioabfall-Schüssel und werden später an die Regenwürmer verfüttert. wink Aber sie hat natürlich Recht. Wenn man größere Mengen Gemüse putzt und viele verwertbare Reste hat, dann kann sich schon das Kochen einer Brühe lohnen.