BUND-EinkaufsratgeberIm Beitrag Wie erkennt man Kunststoff in Kosmetika? steht, wie man Produkte vor dem Kauf auf Mikroplastik prüfen kann. Ohne Kenntnis der speziellen Bezeichnungen - und davon gibt es über hundert Varianten - oder einer App ist das nämlich schwer oder unmöglich.

Beim Erkennen dieser Stoffe hilft die CodeCheck App. Mit ihr kann man direkt im Laden die Produkte auf bedenkliche Inhaltsstoffe prüfen. Und damit kann man als Verbraucher dann auch auf den Kauf verzichten.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) führt seit 2013 mit Herstellerfirmen von Kosmetika und deren Verbänden Gespräche über den zeitnahen Ausstieg aus der Verwendung von Mikroplastik. (1) Damit soll der Eintrag fester Kunststoffpartikel kleiner 5 mm über das Abwasser in Flüsse, Seen und Ozeane beendet werden. Allerdings handet es sich dabei nur um Selbstverpflichtungen der Industrie und kein Verbot des Gesetzgebers. Ebenso betrachtet die Industrie nur feste Kunststoffpartikel und keine flüssigen oder gelartigen. Aber gerade letztere kommen in Kosmetika auch massenhaft zum Einsatz.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) führt eine Liste mit Kosmetikprodukten, die noch Mikroplastik beinhalten. Hierin sind auch Produkte mit flüssigen Polymere aufgezählt. Es werden also nicht nur Produkte mit festen Partikeln, so genannten "Microbeads" betrachtet. Mit Stand Oktober 2018 ist die Liste unfassbar lang. Das liegt einfach daran, dass flüssige Kunststoffe sehr beliebt als Filmbildner, Trübungsmittel, Antistatikmittel oder auch Bindemittel sind.

Das Dokument ist nur online als pdf-Datei abrufbar.

 

(1) Was unternimmt die Bundesregierung um die Verwendung von "Mikroplastik" in kosmetischen Mitteln zu reduzieren?, BMU, abgerufen 21.12.2018

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