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Arktisches Eis(Image credit: NASA Earth Observatory) Die Erwärmung des Nordpols und das Abschmelzen der Polkappe sollte sich in Europa bereits herumgesprochen haben. 2018 wurde mit 14.189 Mio km2 die kleinste je gemessene Eisdecke Ende Februar gemessen. Durch den Rückgang des Eises verringert sich die Reflexion der Sonnenstrahlung, da Wasser schlechter reflektiert als Eis und Schnee. Dadurch heizt sich das Wasser noch mehr auf und der Tauvorgang des restlichen Eises geht schneller.

Hinweis: Diese Informationssammlung wird laufend aktualisiert. Sie kann und wird zu keinem Zeitpunkt vollständig sein. Sie basiert auf Wissenschaftsmeldungen, öffentlichen Datensammlungen, Zeitungsmeldungen, Stellungnahmen, Reportagen oder auch Interviews.

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Durch die Erwärmung der Meeresoberfläche wird auch die Atmosphäre wärmer und es ändern sich die Druckverhältnisse zwischen Nordpol und Äquator. Das wiederum kann den Jetstream derart beeinflussen, dass er weiter Richtung Süden ausschlägt oder abreißt.

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Rekonstruierte Änderungen des Arktischen Meereises seit den letzten 1450 Jahren (Grafik: DeWikiMan [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons) (30)

 

Mark Brandon, Ozeanograf und Klimaforscher, sagte dem Rückgang im Zeit-Interview "Die Arktis wird in den nächsten 10 bis 20 Jahren im Sommer eisfrei werden - wenn es einen Kipp-Punkt gibt, dann ist er schon überschritten. Im Winter wird sich natürlich immer wieder neues Meereis bilden. Manche Leute werden dann jeweils von einer "Erholung" sprechen - aber das stimmt nicht."

Die NASA hat am 15.09.2018 einen neuen Satelliten gestartet: Ice, Cloud, and Land Elevation Satellite-2 (ICESat-2). Er dient der Oberflächenhöhenvermessung von Eisschilden, Gletschern, Meereis und Wäldern.

Jiping Liu und Kollegen haben 2016 untersucht, ob der Rückgang des arktischen Eisschildes mit dem beschleunigten Abtauen auf Grönland zusammenhängt. Sie fanden, dass vermindertes Sommereis am Nordpol öfter zu starken und lokal festsitzende Hochdruckgebiete über Grönland führt. Solche Wetterlagen verstärken den Transport warmer feuchter Luft nach Grönland, was wiederum das Auftauen der Grönlandgletscher beschleunigt. Die Ergebnisse wurden durch Beobachtungsdaten, Neuanalyse alter Daten und Modellberechnungen bestätigt. Dieser Zusammenhang könnte auch die Prognosen für den Anstieg des Meeresspiegels und Veränderungen beim Golfstrom beeinflussen. (43)
 

Quellen:

(30) Christophe Kinnard, Christian M. Zdanowicz, David A. Fisher, Elisabeth Isaksson, Anne de Vernal und Lonnie G. Thompson, "Reconstructed changes in Arctic sea ice over the past 1,450 years", Nature volume 479, pages 509–512 (24 November 2011), DOI: 10.1038/nature10581

(43) Jiping Liu, Zhiqiang Chen, Jennifer Francis, Mirong Song, Thomas Mote und Yongyun Hu, "Has Arctic Sea Ice Loss Contributed to Increased Surface Melting of the Greenland Ice Sheet", 22.04.2016, DOI: 10.1175/JCLI-D-15-0391.1


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