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Weltraumfoto von Waldrodung in Brasilien(Images courtesy of the Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center) Die Vegetation im Amazonasgebiet speichert große Mengen Kohlenstoff. Auch dieses Ökosystem besitzt eine Art natürlichen Regelprozess, der durch die globale Erwärmung abbrechen kann. Die hohe Feuchtigkeit im Wald und die hohe Sonneneinstrahlung verdunsten viel Wasser und bilden Wolken. Die Wolken regnen sich ab und versorgen den Regenwald wieder mit frischem Wasser.

Hinweis: Diese Informationssammlung wird laufend aktualisiert. Sie kann und wird zu keinem Zeitpunkt vollständig sein. Sie basiert auf Wissenschaftsmeldungen, öffentlichen Datensammlungen, Zeitungsmeldungen, Stellungnahmen, Reportagen oder auch Interviews.

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Eine stärkere globale Erwärmung kann die Pflanzen jedoch unter Hitzestress setzen. Dadurch reduziert die Vegetation die Wasserverdunstung. Im schlimmsten Fall können Bäume und Wälder absterben. Der gebundene Kohlenstoff gelangt über Zersetzung als CO2 zurück in die Atmosphäre und könnte die globale Erwärmung beschleunigen.

Hinzu kommen weltweit die Ausbreitung der Zivilisation und die Landgewinnung für die Landwirtschaft. Das ist prinzipiell der gleiche Ablauf, wie in Europa vor wenigen hundert Jahren. Man kann auch heute noch in Deutschland sehen, wie sich die Zivilisation in den Wald fraß. Und auch heute wird noch in Deutschland zugunsten von Bebauung Wald gerodet. Laut dem Waldbericht der Bundesregierung 2017 nehmen Waldflächen aber summarisch über ganz Deutschland zu. Laut Zählung ständen einem Waldverlust von 58.000 ha ein Waldgewinn von 108.000 ha gegenüber. (39)

Weltraumfoto von jüngsten Waldrodungen in Brasilien
Weltraumfoto von jüngsten Waldrodungen in Brasilien
Weltraumfoto von alten Waldrodungen in Deutschland
Weltraumfoto von alten Waldrodungen in Deutschland
ISS056-E-153278, ISS056-E-96000, Images courtesy of the Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center
 

Im Jahr 2009 veröffentlichten 10 Brasilianische Wissenschaftler eine Studie, wonach die Treibhausgase durch Rinderzuch zwischen 2003 und 2008 für das Amazonasgebiet und die Savannen (Cerrado) mindestens 813 Mio Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2008 (niedrigster Wert) und mindestens 1090 Mio Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2003 (höchster Wert) betrug. Das ist ca. die Hälfte aller verursachten Treibhausgas in Brasilien. Dabei werden die meisten Emissionen durch die Abholzung des Regenwaldes zur Weidelandgewinnung verursacht.  (42)

 

 

Quellen:

(39) "Waldbericht der Bundesregierung 2017", Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 06.09.2017, Bestell-Nr: BMEL17065

(42) "Half of greenhouse gas emissions come from Brazil livestock, Study", INPE, 10.12.2009


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