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KorallenKorallenriffe wurden in der Vergangenheit eher durch den Menschen direkt zerstört. Durch Dynamitfischen, Abbrechen und Verkaufen von Korallen, Verschmutzung oder die Schifffahrt.

Aber Korallen leiden auch unter steigenden Wassertemperaturen und steigender Kohlendioxid-Konzentration in der Luft.

Hinweis: Diese Informationssammlung wird laufend aktualisiert. Sie kann und wird zu keinem Zeitpunkt vollständig sein. Sie basiert auf Wissenschaftsmeldungen, öffentlichen Datensammlungen, Zeitungsmeldungen, Stellungnahmen, Reportagen oder auch Interviews.

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Die Nesseltiere leben in Symbiose mit Algen. Die Algen sind temperaturempfindlich und produzieren Gifte, wenn es zu warm wird. Die Korallen stoßen die Algen dann ab. Die zurückbleibende Kalkhülle sieht hinterher blass aus, was zum Begriff "Korallenbleiche" geführt hat. Den Korallen fehlt durch das Absterben der Algen eine Nahrungsgrundlage.

Beinhaltet die Atmosphäre mehr CO2, nimmt das Meer auch mehr Kohlendioxid auf. In Verbindung mit Wasser wird Kohlensäure gebildet. Dadurch kommt es zu einer Versauerung des Meerwassers, konkret: das Meerwasser wird weniger basisch. Das hemmt das Wachstum der Kalkhüllen der Korallen. Wird der Stress für die Korallen zu groß, sterben sie ab. Normalisiert sich das Ökosystem, können sich Korallen auch erholen.

Great-Barrier-Riff
Great-Barrier-Riff, ISS026-E-16907, Image courtesy of the Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center

Aber ist ein Korallenriff erst einmal tot, erholt es sich nicht mehr. Bekannt geworden ist das Korallensterben am Great-Barrier-Riff, bei den Malediven und den Seychellen.

Nach Aussagen von Ozeanologen waren 2007 weltweit bereits 20% der Korallenriffe zerstört und weitere 50% ernsthaft bedroht.

Im Vorfeld der IUCN Ozeanschutz Konferenz in Washington vom 10.-12.04.2007 äußerten Ozeanologen, dass weltweit etwa 20 Prozent der Korallenriffe zerstört, weitere 50 Prozent gegenwärtig oder langfristig ernsthaft gefährdet seien.

Great-Barrier-Riff
Korallen

Im "Status of Coral Reefs of the World: 2008" vom Global Coral Reef Monitoring Network hat man die Schätzungen von 372 Korallenriff-Wissenschaftlern und -Managern aus 96 Ländern zusammengefasst. Ihrer Einschätzung nach hat die Welt 19% ihrer ursprünglichen Korallenriffe verloren. 15% der Riffe sind ernsthaft gefährdet, innerhalb der nächsten 10-20 Jahre zu sterben. 20% sind längerfristig in den nächsten 20-40 Jahren gefährdet.

Die Korallenriffe sind kein klassisches Kippelement, das auf andere Systeme wirkt. Aber es wirkt auf das Ökosystem. Und der Mensch ist Teil dieses Ökosystems. Sterben die Riffe, gehen auch die Tiere innerhalb der Nahrungskette zugrunde. Weltweit sind 100 Mio Menschen von Korallenriffen abhängig, zum Beispiel durch den Fischfang oder den Tourismus.

Denis Island, Seychellen
Denis Island, Seychellen
Desroches Island, Seychellen
Desroches Island, Seychellen
ISS002-E-9189, ISS022-E-11466, Images courtesy of the Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center
 

 

 


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