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Monsoon floods in Ambala, 2010(Foto: Harsh Mangal from Sydney, Australia [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons) Vom Indischen Monsun sind ca. 500 Mio Menschen abhängig. Zu wenig oder zu viel Regen haben ernste Konsequenzen. Das Gleiche gilt für den Westafrikanischen Monsun. Beide Wettersysteme werden gesteuert durch Temperaturunterschiede zwischen Nord- und Südhalbkugel. Bei einer globalen Erwärmung von 2 bis 3 Grad wird eine Destabilisierung vorausgesagt.

Hinweis: Diese Informationssammlung wird laufend aktualisiert. Sie kann und wird zu keinem Zeitpunkt vollständig sein. Sie basiert auf Wissenschaftsmeldungen, öffentlichen Datensammlungen, Zeitungsmeldungen, Stellungnahmen, Reportagen oder auch Interviews.

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2017 gab es zum Beispiel nach einer Dürre heftige Niederschläge in der afrikanischen Sahelzone. Diese Zone zieht sich von West nach Ost durch Afrika zwischen der Sahara und den Savannen. Wochenlange Niederschläge haben in 17 Ländern (!) zu Überflutungen geführt. Die Vereinten Nationen haben die betroffenen Menschen auf 1,5 Mio geschätzt. Viele kamen ums Leben. Viel landwirtschaftliche Fläche wurde zerstört. Verschmutztes Trinkwasser erhöhte sofort das Risiko von Seuchen.

Monsoon floods in Ambala, 2010

Monsun in Indien (Foto: Harsh Mangal from Sydney, Australia [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons)

Experten der World Meteorological Organisation (WMO) der Vereinten Nationen brachten die Regenfälle in Verbindung mit La Niña. Das Wetterphänomen tritt im zentralen und östlichen tropischen Pazifischen Ozean auf. Hierbei kühlt die Meeresoberfläche stärker aus als normal. La Niña ist das Gegenteil vom El Niño, bei dem die Meeresoberfläche deutlich wärmer wird als normal. Seit einigen Jahren versucht man, beide Phänomene mit Klimamodellen vorherzusagen. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat z.B. im August 2016 eine frühe Warnung hinsichtlich der Entwicklung des La Niña Phänomens herausgegeben.

Beide Phänomene treten natürlich auf und verändern die üblicherweise vorhandenen Wettermuster der betroffenen Regionen bezüglich Wind, Luftdruck und Niederschlägen. Sie treten alle 2 bis 7 Jahre auf und dauern ca. 9 bis 12 Monate. Die Auswirkungen sind stets etwas anders, da das Phänomen global mit anderen Effekten in Wechselwirkung steht.

La Niña führt oft zu starkem Regen in Indonesien, den Philippinen und Thailand, und mehr Regen in Nordost-Brasilien, Kolumbien, im Norden von Südamerika und Südafrika. In Uruguay, Peru, Equador, Ostafrika und Teilen Argentiniens fehlen dann meist Niederschläge. Bisher gibt es keine Belege, dass die globale Erwärmung zu einer Änderung des La Niña Zyklus führt. Man weiß aber, dass dieses Wetterphänomen weltweit interagiert. Dadurch können die Auswirkungen zumindest extremer werden, d.h. in manchen Regionen viel mehr Regen und anderen viel mehr Trockenheit.

Es könnte übrigens auch einen "Kompensationseffekt" zu zurückgehender Vegetation auf anderen Erdteilen geben, indem sich die Vegetation in Afrika durch mehr Niederschläge in Richtung Sahara ausbreitet.


 


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