Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Ninjo deprecNach Angaben der World Meteorological Organisation (WMO) der Vereinten Nationen hat die Forschung der letzten Jahrzehnte zu einem besseren Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und dem Pazifischen Ozean in der tropischen Region und deren Einfluss auf das globale Wetter geführt. 

Hinweis: Diese Informationssammlung wird laufend aktualisiert. Sie kann und wird zu keinem Zeitpunkt vollständig sein. Sie basiert auf Wissenschaftsmeldungen, öffentlichen Datensammlungen, Zeitungsmeldungen, Stellungnahmen, Reportagen oder auch Interviews.

=> Zurück zur Übersicht der Kippelemente

 

El Niño ist ein natürliches Phänomen, bei dem sich die Oberflächentemperatur im mittleren und östlichen Pazifischen Ozean deutlich mehr aufheizt als normal. Der Vorgang wirkt sich auf die Wettermuster mehrere Regionen weltweit bezüglich Wind, Luftdruck und Niederschlägen. El Niño tritt alle 2 bis 7 Jahre auf und dauert ca. 9 bis 12 Monate.

Ninjo deprec

Anomale Meeresoberflächentemperatur [ºC], beobachtet im Dezember 1997 während des starken El Niños (Quelle: NCEP) (Upload Sommerstoffel [Public domain], via Wikimedia Commons)

Normalerweise treiben Passatwinde im Pazifik warmes Oberflächenwasser von Südamerika nach Südostasien. Bei El Niño sind die Winde aber schwächer und die Strömung dreht sich um. Der Pazifik vor Südamerika erwärmt sich deutlich. Die globale Erwärmung kann einen verstärkenden Effekt ausüben. Wenn El Niño also in bestimmten Gebieten eine Trockenperiode verursacht, dann könnte in Kombination mit der globalen Erwärmung eine lang anhaltende Dürre daraus werden, verbunden mit Waldbränden. Wenn des Phänomen in anderen Regionen gleichzeitig für mehr Feuchtigkeit sorgt, dann können daraus Wolkenbrüche, Stürme und Überschwemmungen werden.

Ein Forscherteam um Wenju Cai hat das 2014 untersucht. Sollten extreme Ausprägungen des El Niño öfter auftreten, hätte das ernste Konsequenzen für die Wirtschaft und die Bevölkerung. Die Wissenschaftler haben anhand von Klimamodellen die potenzielle Auftrittshäufigkeit untersucht und kamen auf eine mögliche zukünftige Verdopplung. (35)

Weiterhin haben Wissenschaftler einen Einfluss von El Niño auf den Indischen Sommermonsun festgestellt. Sie werteten Niederschlags-Aufzeichnungen aus 132 Jahre aus und fanden heraus, dass schwere Dürren in Indien immer begleitet waren vom Auftreten von El Niño. (36)

Die aktuelle Lage zum El Niño / Southern Oscillation (ENSO) findet man u.a. beim National Weather Service, Climate Prediction Center vom National Oceanic and Atmospheric Administration der USA.

 

Quellen:

(35) Wenju Cai, Simon Borlace, Matthieu Lengaigne, Peter van Rensch, Mat Collins, Gabriel Vecchi, Axel Timmermann, Agus Santoso, Michael J. McPhaden, Lixin Wu, Matthew H. England, Guojian Wang, Eric Guilyardi & Fei-Fei Jin, "Increasing frequency of extreme El Niño events due to greenhouse warming", Nature Climate Change volume 4, pages 111–116 (2014), DOI: 10.1038/nclimate2100

(36) Kumar KK, Rajagopalan B, Hoerling M, Bates G, Cane M., "Unraveling the mystery of Indian monsoon failure during El Niño", Science 06 Oct 2006: Vol. 314, Issue 5796, pp. 115-119, DOI: 10.1126/science.1131152

 


Buchempfehlungen Klimawandel

Das sechste Sterben: Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt *)
von Elizabeth Kolbert und Ulrike Bischoff.

Der Klimawandel: Diagnose, Prognose, Therapie *)
von Stefan Rahmstorf und Hans Joachim Schellnhuber.

Die mit Sternchen *) gekennzeichneten Links sind sogenannte Werbe-Links, Affiliate-Links oder auch Provision-Links. Wenn Sie auf einen solchen Link klicken, gelangen Sie auf die Amazon-Website zu einem Produkt. Wenn Sie über diesen Link einkaufen, bekomme ich von Ihrem Einkauf eine Provision, die zur Deckung der Betriebskosten für diese Website verwendet wird. Für Sie verändert sich der Preis bei Amazon dadurch nicht. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.