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Die Strecke Niederfinow-Chorin ist eine sehr beliebte Wander- und Radstrecke. An- und Abreisebahnhof liegen innerhalb des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Die Schiffshebewerke Niederfinow sind im Sommer ein Touristenmagnet. Wer nur das Schiffshebewerk besichtigen möchte, kann auch mit dem Auto anreisen und direkt neben dem alten Hebewerk parken. Wer mit der Bahn kommt, sollte wissen, dass es bis zum Hebewerk noch ein Weg von ca. 2,6 km die L29 enlang ist. Neben dem Parkplatz gibt es viele Imbisstände und ausreichend Platz zum Sitzen.

Hinweis: Die Wanderung wurde nach Karte geplant. Ziel war es, vom Bahnhof Niederfinow die Landstraße L29 möglichst zu umgehen. Das gestaltet sich aber schwierig, da es eigentlich keine Ausweichmöglichkeit gibt. Ich bin im Spätherbst einem Pfad auf der Karte gefolgt, den es vermutlich im Sommer gar nicht gibt. Ich bin von Niederfinow bis zur Schleuse Liepe am Finowkanal unterhalb des Deiches entlang gelaufen. Zum Zeitpunkt der Wanderung war das Gras auf den Weiden gemäht und es war nichts mehr los. Einen Pfad konnte man eigentlich nur vermuten. Später gab es einen zweispurigen Feldweg, der offensichtlich nur selten befahren wurde. Das hat zwar funktioniert, ich vermute aber, dass es wegen Weidebetrieb und Graswuchs im Sommer nicht funktioniert. Daher empfehle ich, gleich die L29 entlang zu laufen.

Wer einen alternativen besseren Weg kennt, möge ihn mir bitte verrraten.

Zum Zeitpunkt der Wanderung war das alte Schiffshebewerk in Betrieb und konnte besichtigt werden. Das neue Hebewerk war noch im Bau bzw. Probebetrieb. Das Fertigstellungsdatum wird mit 2018 ausgewiesen. Man kann das alte Schiffshebewerk auch gut vom Boden aus beobachten. Ein guter Beobachtungspunkt ist unterhalb der Brücke. Von dort aus kann man gut sehen, wie sich der Trog bewegt. Je nach Laune kann man sich an den Hebewerken durchaus mehrere Stunden aufhalten.

Altes Schiffshebewerk Niederfinow
Neues Schiffshebewerk Niederfinow

Vom Hebewerk aus muss man die L29 nach Norden nehmen. Bis zur Siedlung gibt es noch einen Gehweg, danach ca. 200m nur noch Straße. Dieser Abschnitt ist bei viel Verkehr recht unangenehm. An der Kreuzung L29/L291 muss man mit noch mehr Verkehr rechnen. Die Kreuzung muss überquert werden. Man gelangt gegenüber auf die Choriner Straße.

Im ersten Abschnitt ist die Choriner Straße mit Kopfsteinpflaster belegt. Diese Strecke ist die historische Straße nach Chorin. Sie führt durch das Naturschutzgebiet Plagefenn. Nun hat man schöne 5 km Waldwanderung vor sich. Der Abschnitt ist gleichzeitig auch ein Radweg. Allerdings sind mir am Wandertag an einem sonnigen 21 Grad warmen Sonntag nur ganz wenige Fahrradfahrer begegnet und kein einziger Wanderer. Als Radfahrer erachte ich den Weg als sehr schlecht. Große Strecken des Weges sind unebendes, schmieriges, sehr welliges, mit Ästen, Tannenzapfen, Stämmen usw. verunreinigtes Kopfsteinpflaster. Nur im mittleren Teil gibt es guten befestigten Waldweg.

Herbstfarben
Herbstfarben

Im Herbst erscheint der Wald bei Sonne in knallbunten Herbstfarben. Hier findet man Mischwald, mit überwiegend Laubbäumen, viele Eichen und Buchen. Hier kann man auch Douglasien sehen, bei denen die best-gewachsenen Bäume durch so genannte Wertästungen im unteren Teil entastet wurden. Nadelbäume verlieren im Wald langsamer ihre unteren Äste als Laubbäume. Dadurch leidet die Holzqualität. Durch das entasten wird der natürliche Prozess beschleunigt und die Bäume bilden hochwertiges Holz aus.

Kurz vor Chorin findet man rechts ein kleines Schild "Choriner Knack". Das ist ein sehr schöner Aussichtspunkt mit großer Schutzhütte. Den Abstecher sollte man sich gönnen. Mit etwas Glück ist man sogar allein. Durch die vielen Ausflügler vom nahen Kloster kann sich das aber schnell ändern. Vom Aussichtspunkt kann man einen anderen Pfad zurück zum Hauptweg laufen und unterwegs noch einige Baumarten an Lehrtafeln kennenlernen.

Choriner Knack
Amtsee

Zum Schluss der Wanderung geht es auf dem Uferweg um den Amtsee am Kloster Chorin herum. Gegenüber dem Kloster ist der Biber heimisch und man kann über Infotafeln mehr über die Tiere erfahren. Biber sind seit hunderten Jahren eine in Europa gefährdete Art. Erst wurden sie bis fast zur Ausrottung gejagt, dann hat man durch Flußausbau ihre Lebensräume vernichtet. In der Schorfheide sind sie seit ca. 80 Jahren durch ein Auswilderungsprogramm wieder heimisch.

Schließlich geht es durch den Wald zum Bahnhof Chorin. Hier begegnet man fast immer Spaziergängern, weil diese Strecke der Verbindungsweg zwischen Bahnhof und Kloster ist.
 

Zuletzt gefahren: 15.10.2017
Länge: ca. 16 km
Fahrzeit: ca. 4:30h ohne Pausen
Typ: Streckenkurs
Routenverlauf: Niederfinow, Schiffshebewerk, Plagefenn, Aussicht Choriner Knack, Chorin
Besondere Hinweise:
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft:
(vereinfacht)
grünlandgeprägte Kulturlandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Landstraße mit/ohne Gehweg
Ortsstraße
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, Kopfsteinpflaster, verdichteter Sand/Kies, Grasweg, wurzeldurchsetzter Waldweg

 

Kartenüberblick:

Karte für Tour 286: Wanderung Niederfinow-Chorin (16 km)

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Tour 286: Wanderung Niederfinow-Chorin (16 km)

 

Anhänge:
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