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Die Wanderung beginnt am Bahnhof Bad Schandau und führt über Kleinhennersdorf zum Papststein. Nach dem Abstieg geht es über Papstdorf und Krippen zurück nach Bad Schandau. Die Tour erfordert festes Bergwanderschuhwerk. Große Teile der Strecke sind schattig. Eine Wanderung mindestens zu zweit ist empfehlenswert.

Schon lange wollte ich einen Tagesausflug von Berlin ins Elbsandsteingebirge ausprobieren. Mit der Deutschen Bahn gibt es eine direkte Anbindung mit einem EC an Bad Schandau. Bei Benutzung des ersten und letzten Zuges hat man vor Ort ca. 8 h Wanderzeit. Die Wandergeschwindigkeit ist langsamer als gedacht, da es viele Aussichtspunkte gibt, die jeweils als Etappe zu einer kurzen Rast verleiten. Im Durchschnitt war ich nur mit ca. 2,5 km/h unterwegs.

Los geht es vom Bahnhof Bad Schandau und hier kann man sich dann gleich "verfransen". Direkt am Bahnhof Richtung Südosten gelangte ich nicht zum Wald sondern zum Parkplatz. Reingefallen Also zurück und die Treppe runter zur Friedrich-Gottlob-Keller-Straße. Aber auch hier bin ich wieder falsch abgebogen, denn ich bin nach 100 m rechts dem für Fußgänger gut wanderbaren Weg gefolgt, der aber der Elbe-Radweg ist. Dieser führt immer weiter an der Elbe parallel zu den Bahnschienen entlang. ÜBER die Bahnschienen nach rechts zum Wald gelangt man an dieser Stelle nur, wenn man der Friedrich-Gottlob-Keller-Straße über die große Brücke auf dem schmalen Gehweg folgt.

Kaum hatte ich die Brücke erfolgreich überquert, stand ich am Wegaufgang zum Wald und... vor einem Sperrschild wegen Waldarbeiten. Brüllend Ein putziger Beginn für die Wanderung. Glücklicherweise gibt es zwei Wege durch dieses Waldgebiet und die Waldarbeiter haben vorausschauend eine Umleiten über den zweiten Weg komplett ausgeschildert und abgesperrt. Da merkt man, wie gut organisiert hier mit dem Wanderwegenetz und den Besuchern umgegangen wird. Wer die Wanderung wiederholen möchte, kann nach Beendigung der Waldarbeiten am Wegpunkt "Sperre" rechts dem Weg folgen und sich die Umleitung sparen. Der Zeitgewinn sind ca. 10 min.

Die Route führt über den Täppigsteig durch den Wald, vorbei an Feldern nach Kleinhennersdorf. Nach ca. 40 min. gelangt man zum Ortseingang. Die Ortschaft wird durchquert und gleich dahinter geht es auf dem Alten Schulweg weiter auf einem Wald/Wiesenweg links am Waldsaum entlang.

Ca. 300 m nach der Ortschaft kommt der Moment, wo ein Navigationsgerät sehr nützlich ist. Hier wird nämlich forsch rechts in den Wald auf eine unsichtbare Pfadspur eingebogen. Lächelnd Der Wald geht steil nach oben und ist recht urig. Hier bewegt man sich abseits der Touristenautobahn, weswegen der Pfad nicht sichtbar ausgetreten ist. Das Ziel ist ca. 10 min gerade hoch die kleine Lücke zwischen zwei Felsen. Hier findet sich dann auch die Pfadspur wieder. Auf diesem touristisch eher unerschlossenen Kleinhennersdorfer Stein finden sich drei Aussichtspunkte, die alle mit teilweise unterbrochenen Pfadspuren verbunden sind. Immer gut auf das Navi achten, damit man nicht dem falschen Pfad folgt!

Am Wegpunkt "Abstieg" bin ich dem Pfad nach unten gefolgt, weil dort auf der Karte Höhlen verzeichnet waren. Ich habe jedoch keine entdecken können. Die sind aber dort, man muss nur genau wissen wo und etwas suchen. Zwinkernd Alternativ kann man auch am Wegpunkt dem schmalen Pfad rechts folgen und sich den Abstieg/Aufstieg sparen. An der Lichterhöhle bin ich dann wieder auf viele andere Wanderer gestoßen, die den Aufstieg aus einer anderen Richtung gewählt hatten.

Von der Lichterhöhle beginnt der Abstieg von den Elbsandsteinen bei Kleinhennersdorf weiter Richtung Papststein. Es geht immer durch den Wald erst nach unten und dann langsam wieder nach oben. Die Höhenunterschiede sind im Vergleich zu den Alpen mit ca. 200 m eher winzig. Aber das ist auch das schöne am Elbsandsteingebirge, dass man nach relativ kurzer Zeit schöne neue Aussichtspunkte erreichen kann.

Nach ca. 3 Stunden und 6,5 km Wanderung lädt der Papststein zu einem längeren Aufenthalt ein. Hier findet man eine Berggaststätte und mehrere Aussichtspunkte in verschiedene Himmelsrichtungen. Bei gutem Wetter kann man Richtung Nordwesten die Festung Königstein sehen. Auf den gegenüber liegenden Kletterfelsen Kleine und Große Hunskirche sind oft Bergsteiger zu beobachten.

Nach einer Pause beginnt der Abstieg zur Westseite. Unten findet man sowohl einen Parkplatz als auch eine Bushaltestelle. Wer also mit dem Auto kommt, hätte hier eine Parkmöglichkeit. Auf der Kreisstraße geht es weiter Richtung Papstdorf. Da ich nicht direkt die Abkürzung durch den Ort nehmen wollte, habe ich westlich über einen Wirtschaftsweg Richtung Gohrisch eine ca. 30 minütige Schleife durch Wald und Feld gewählt. Vorbei an Wiesen und durch ein kleines Stück Wald gelangt man auf den Eichhörnelweg.

Die Strecke führt auf dem Eichhörnelweg am Waldrand entlang bis zum Kirchsteig und biegt dort links ab Richtung Papstdorf. Über einen Feldweg gelangt man nach ca. 20 min auf die Alte Hauptstraße in Papstdorf. Der Hauptstraße wird nach rechts ca. 15 min durch das gesamte Dorf gefolgt, bis hinter dem Dorf rechts ein Waldweg abführt. Der Weg ist als Wanderweg "Malerweg" ausgeschildert. Auf dieser Route geht es am Rand von Kleinhennersdorf weiter Richtung Krippen. Die Strecke verläuft jedoch zunächst nur auf Waldwegen.

Oberhalb von Krippen erreicht man im Wald den Kellerfelsen. Hier wird dem Erfinder Friedrich Gottlob Keller mit einem Gedenkstein gedacht. Er entwickelte im 19. Jahrhundert das Verfahren zur Papierherstellung mittels Holzschliff. Von hier führt ein gut gangbarer Waldweg bis nach Krippen an der Elbe. Durch eine Bahnunterführung gelangt man an das Elbufer und auf den Elbe-Radweg. Man biegt nach links und läuft ca. 2 km direkt am Ufer entlang nach Bad Schandau zum Bahnhof.

Im Bahnhof gibt es das Biosfair Ladencafé, in dem man sich vor Abfahrt stärken kann.

 

Zuletzt gewandert: 31.08.2013
Länge: ca. 17 km
Wanderzeit: ca. 4:45 h ohne Pausen / 7:45 h mit Rast, Mittagessen und Fotopausen
Typ: Rundkurs
Routenverlauf: Bad Schandau - Friedrich-Gottlob-Keller-Straße - Täppigsteig - Kleinhennersdorf - Alten Schulweg - Kleinhennersdorfer Stein - Lichterhöhle - Papststein - Papstdorf - Wirtschaftsweg Richtung Gohrisch - Eichhörnelweg - Kirchsteig - Papstdorf - Alte Hauptstraße - Malerweg - Kleinhennersdorf - Kellerfelsen - Krippen - Bad Schandau
Besondere Hinweise:
  • Rastplätze: unterwegs Bänke, Rastpunkte und Gaststätten
  • Versorgung: Berggasthof Papststein und wenige weitere Möglichkeiten
  • Verkehrsreiche Straßenquerungen: keine
Landschaft: Bachlandschaft, Wiesen, Felder, Wald, Wohngebiete
Wegtypen: gemeinsam genutzte Wege für Fußgänger und Radfahrer
Land- und Forstwirtschaftliche Wege
Waldwege
Pfadspuren
Wegbeschaffenheit: Ortschaften: Asphalt, Pflaster
Wald/Feld: verdichteter Sand/Kies, unbefestigt, sandig, wurzeldurchsetzt, steinig

 

Kartenüberblick:

Karte für Tour 075: Bad Schandau - Kleinhennersdorf - Papststein - Papstdorf - Krippen

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Tour 075: Bad Schandau - Kleinhennersdorf - Papststein - Papstdorf - Krippen

Fotos

Bad SchandauBlick nach Kleinhennersdorf
Feuchtgebiet hinter KleinhennersdorfBlick vom Felsen bei Kleinhennersdorf
Nahe Kleinhennersdorfer SteinNahe der Lichterhöhle beim Kleinhennersdorfer Stein
Blick vom PapststeinGroße und Kleine Hunskirche

 

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