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Wegkennzeichen Malerweg

Die 5. Etappe von meinen Malerweg-Wanderungen hatte einige Überraschungen parat. Sie führte von Pirna nach Rathen – diesmal südlich der Elbe. Beide Orte haben eine Nahverkehrsanbindung mit Bus und Bahn. Das Profil ist diesmal recht bergig. An heißen Tagen sollte man frühmorgens starten und keinesfalls den Sonnenschutz vergessen. 

Der Malerweg ist wohl der berühmteste Wanderweg der Sächsischen Schweiz. Auf mehreren Tagesetappen wandert man ca. 112 km auf herrlichen Wegen durch urige Schluchten, über Höhenwege, vorbei an bizarren Sandsteinfelsen, entlang an plätschernden Bächen und durch finsteren Wald. Auf den Etappen kann man tatsächlich abwechslungsreiche Natur genießen. Manche Etappen verlaufen eher durch Wald, andere eher durch Schluchten, wieder andere verlaufen auf einem Kammweg und bieten wunderbare Aussichten in die Ebene und zu benachbarten Steinen.

Aktuelle Informationen findet man auf der Website des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz. Ich habe die Etappenplanung des Tourismusverbandes an meine Bedürfnisse angepasst. Alle Etappen sind an den Anfangs- und Endpunkten mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Sehr hilfreich bei der Zeitplanung ist die Online-Fahrauskunft der VVO.

Alle meine Etappen sind unter Tour 272ff.: Wanderung Malerweg - Übersichtsseite zu finden.

Elbe bei Cunnersdorf
Elbe bei Cunnersdorf
Niedervogelgesang
Niedervogelgesang

Nun zu den Überraschungen dieser Etappe. Zunächst ist der Abschnitt in Pirna rein urban. Daran ändert auch der Abstecher zum Schloss Sonnenstein nichts. Das Schloss wird inzwischen vom Landratsamt genutzt und man hat ein hässliches – äh hypermodernes – Parkhaus daneben gebaut. Einige andere Gebäude scheinen noch Baustelle oder unbewohnt zu sein. Ein Teil des Malerweges war hier wegen Bauarbeiten gesperrt. Wer lieber Wald und Felsen mag, bekommt hier nichts geboten. Wer historische Gebäude und Ausstellungen mitnehmen möchte, muss die Tour zu den Öffnungszeiten beginnen.

Der Knaller kam nach dem Abstieg durch ein kurzes Stück Wald am Hang. Da die Bergkette zwischen Pirna und Obervogelgesang nicht wanderbar ist, muss man 3 km (!) auf der Straße zwischen Elbe und Bahndamm laufen. Alle paar Minuten ein ohrenbetäubender Güterzug – abgewechselt von dahin huschenden Nahverkehrszügen.

Hinweis: Meine Empfehlung für Naturliebhaber ist, den Abschnitt Pirna-Obervogelgesang auszulassen. Glücklicherweise ist beides genau eine Bahnstation auseinander, so dass man in Obervogelgesang beginnen kann. wink

Obervogelgesang Aussichtspilz
Obervogelgesang Aussichtspilz
Panoramarestaurant und Basteibrücke
Panoramarestaurant und Basteibrücke

In Obervogelgesang verschwindet der Malerweg direkt hinter dem Bahnhof sofort im Wald und beginnt mit dem Aufstieg. Aber Halt! Obervogelgesang hat vor einigen Jahren in Eigeninitiative und mit Hilfe lokaler Firmen einen eigenen Aussichtspunkt mit einem Schutzpilz und einer Bank aufgehübscht. Der Punkt ist mindestens so bequem zu erreichen wie der Papststein, denn es führen Treppen bis nach oben. Nur wird diese Aussicht vom Malerweg ignoriert und sie ist auch nicht wirklich gut ausgeschildert.

Hinweis: Aussichtspilz Obervogelgesang besuchen: Es geht vom Bahnhof zunächst rechts vorbei an ein paar Garagen und Häusern und dann einen schmalen gepflasterten Treppenweg zum Aussichtspilz. Von dort hat man einen Blick aus dem Taleinschnitt heraus auf die Elbe und die Königsnase.

Anschließend geht es auf dem Höhenwanderweg von Obervogelgesang nach Neundorf. Dieser Anschnitt sah etwas fragil aus, ließ sich aber ganz gut laufen. Die Erosion ist hier fleißig. Einige Felsen, wie beispielsweise die Königsnase, sind bereits mit Felsdübeln, Seilen und Netzen stabilisiert. Der Weg wurde an vier bis fünf Stellen von kleinen Miniquellen gekreuzt und war aufgeweicht. Es lagen auch mehrere umgestürzte Bäume über dem Wanderweg. Ob der Weg demnächst instandgesetzt wird, konnte ich nicht erkennen. Das vergilbte etwas aufgeweichte Hinweisschild am Wegbeginn in Obervogelgesang auf diese Hindernisse war jedenfalls nicht das neueste. Das erinnerte mich stark an die bekannten "Gehwegschäden"- oder "Schlaglöcher"-Schilder.

Blick vom Rauenstein zum Lilienstein
Blick vom Rauenstein zum Lilienstein
Hotel und Restaurant Burg Altrathen
Hotel und Restaurant Burg Altrathen

Neundorf wird anschließend durchquert und dann kommt der Abstieg zur Stadt Wehlen. Nur ein kurzes Stück auf der Straße am Bahnhof und schon geht es wieder nach oben auf die nächste Bergkette.

Diesmal sind es die Rauensteine, die ich noch nie besucht hatte. Und das war für mich die 4. Überraschung. Der Rauensteinweg kann es locker mit dem Schrammstein-Gratweg aufnehmen. Es geht von Fels zu Fels über Brücken, Leitern und Treppen und man hat herrliche Aussichtspunkte, die zu einer Rast einladen. Als Krönung gibt es vor dem Abstieg noch die Berggaststätte Fels Rauenstein mit Aussichtspunkt.

Von hier geht es über Treppen hinunter und dann quer durch den Wald nach Rathen. In Rathen hat man Anschluss mit der Bahn. Wer etwas Zeit hat, kann noch einen Blick in die Eisenbahnwelten unten an der Elbe werfen.

 

Zuletzt gewandert: 17.06.2017
Länge: ca. 19 km
Wanderzeit: ca. 7 h inkl. Pausen
Typ: Streckenkurs
Routenverlauf: Pirna, Schloss Sonnenstein, Obervogelgesang, Neundorf, Wehlen, Rauensteine, Rathen
Besondere Hinweise:
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Felslandschaft, grünlandgeprägte Kulturlandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Landstraße (mit und ohne Gehweg)
Ortsstraße (mit und ohne Gehweg)
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Pfad
Wegbeschaffenheit: Asphalt, verdichteter Sand/Kies, Grasweg, wurzeldurchsetzter Waldweg

Kartenüberblick:

Karte für Tour 276: Wanderung Malerweg Etappe 5: Rathen-Pirna Südstrecke

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Tour 276: Wanderung Malerweg Etappe 5: Rathen-Pirna Südstrecke

 

Anhänge:
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