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Wegkennzeichen MalerwegDer Malerweg ist mit seinen 112 km auf 6 bis 7 Etappen wohl der berühmteste Wanderweg der Sächsischen Schweiz. Anfangs- und Endpunkt dieser Tour verfügen über Nahverkehrsanschluss per Bus und Bahn. Auf dieser Wanderung besucht man das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz, die Barbarine.

Aktuelle Informationen zum Malerweg findet man auf der Website des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz. Ich habe die Etappenplanung des Tourismusverbandes an meine Bedürfnisse angepasst. Alle Etappen sind an den Anfangs- und Endpunkten mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Sehr hilfreich bei der Zeitplanung ist die Online-Fahrauskunft der VVO.

Alle meine Etappen sind unter Tour 272ff.: Wanderung Malerweg - Übersichtsseite zu finden.

Wenn man die Wanderung am Wochenende unternimmt, sollte man sie in Königstein statt in Rathen möglichst zeitig am Morgen beginnen. Von diesem Ausgangspunkt erreicht man nämlich schon nach ca. 70 min der Pfaffenstein. Der 435m hohe Pfaffenstein ist einer der prominentesten Tafelfelsen und zieht bei schönem Wetter viele Touristen insbesondere am Wochenende an. An sonnigen Sommertagen hat man den Vorteil, dass sich die Festung Königstein und der Pfaffenstein in der Morgensonne als hervorragende Fotomotive präsentieren.

Pfaffenstein
Pfaffenstein
Pfaffensteinaussicht Richtung Pfaffendorf und Festung Königstein
Pfaffensteinaussicht Richtung
Pfaffendorf und Festung Königstein

Der Pfaffenstein besitzt einen sehr steilen Zugang mit Stufen und Leitern auf der Nordseite (Nadelöhr) und einen bequemen Zugang über einen langen serpentinenförmigen Weg auf der Westseite (Klammweg). Aus Richtung Königstein erreicht man über Pfaffendorf die Nordseite und damit das Nadelöhr. Bei frischer Morgenluft kann man die ca. 500 Stufen und Sprossen gut überleben. wink

Über das Nadelöhr kommt man direkt nach Erreichen des Plateaus links zu zwei Aussichtspunkten. Bei einem muss man etwas Kraxeln. Wenn man früh genug da ist, hat man den Aussichtspunkt für sich ganz allein und kann die Stille genießen. Tagsüber ist das wegen dem Trubel unmöglich. Läuft man nach den beiden ersten Aussichtspunkten weiter auf dem Hauptweg, kommen als nächstes auf der rechten Seite zwei Aussichtspunkte, der Luftballon und der Opferkessel.

Barbarine
Barbarine
Festung Königstein
Festung Königstein

Hat man diese gesehen, passiert man das Gasthaus. Während es auf dem Pfaffenstein bereits um 1852 eine erste Sommerwirtschaft gab, wurde das erste Gasthaus in massiver Bauweise erst 1891 errichtet. Etwas später 1904 kam der gemauerte Aussichtsturm hinzu. Hinter dem Gasthaus kommt man auf die andere Seite des Plateaus. Hier findet man die berühmte Barbarine. Die 42,7 m hohe Felsnadel ist das Wahrzeichen des Pfaffensteins und der Sächsischen Schweiz. Sie ist schon seit Jahren für Kletterer gesperrt und wurde stabilisiert, damit sie nicht abbricht. Am frühen Morgen waren mit mir nur 3 Besucher auf dem Felsen. Kein Trubel, kein Hundegebell, kein Herumgekreische, kein endloses Geschnatter von Touristen…. nur ein leichtes Rauschen der Blätter und Vogelgezwitscher. Ich hatte sogar die Barbarine ganz für mich allein. Auf der Barbarinenseite des Plateaus befinden sich drei Aussichtspunkte.

Der Abstieg erfolgt anschließend über den Klammweg. Der Zugang befindet sich auf Höhe des Gasthauses. Am Fuß des Pfaffensteins geht es noch weiter in die gleiche Richtung einen mittelsteilen Waldweg hinunter zur Kirchleitenstraße. Die Kirchleitenstraße ist eine breite befestigte Waldstraße. In diesem Bereich fehlten Wegweiser zum Malerweg. Man kann die Kirchleitenstraße zwar laufen und trifft am Ende wieder auf den Malerweg, die tatsächliche Wegführung verläuft aber "eine Etage höher" im Wald. Um die so genannte Quirlpromenade um den Quirl herum zu erreichen, findet man ca. 30 m rechts auf der Kirchleitenstraße einen steilen Waldweg nach oben.

Hinweis: Dieser Weg war zum Zeitpunkt meiner Tour nicht ausgeschildert.

Schwarzspecht
Schwarzspecht
Wald
Wald

Hinweis: Vor Königstein wurde außerhalb der Malerwegführung umrundet.

Nachdem man den Quirl umrundet hat, kann man noch einen Blick in eine kleine Höhle, den Diebskeller werfen. Anschließend geht es links auf dem Dreirutenweg hinunter zur Kirchleitstraße. Hier habe ich die Wanderung verändert. Normalerweise würde es auf der Quirlpromenade weiter geradeaus Richtung Königstein gehen. Ich hatte aber keine Lust, durch die Stadt zu laufen. Also habe ich einen Weg um die Festung herum gewählt, um den Touristenmassen und dem Lärm aus dem Weg zu gehen.

Die Kirchleitstraße führt nach Königstein hinein. Man biegt nach den ersten Häusern links in den Hofmühlenweg und läuft bergab zur Biela. Nach der Brücke überquert man die Bielatalstraße S171, geht ein kleines Stück gegenüber in die Goethestraße und biegt dann links in den Waldweg ab. Man befindet sich jetzt unterhalb der Festung Königstein. Die Umquerung der Festung erfolgt auf dem ersten Weg oberhalb der Siedlung am Hang entlang. Nach einer Weile kommt man auf den breiteren Eselsweg. An einer Wiese hat man einen Blick auf die Rückseite der Festung, die man sonst von den üblichen Aussichtspunkten der Elbe gar nicht sieht. Der Weg um die Festung ist ca. 2,4 km lang und endet am Parkhaus der Festung. Hier gibt es auch eine Eisdiele. Kurz nach dem Parkhaus trifft der Malerweg von rechts wieder auf die Wanderstrecke.

Johann-Alexander-Thiele-Aussicht
Johann-Alexander-Thiele-Aussicht
Blick zum Rauensteinwaechter
Blick zum Rauensteinwächter

Durch Thürmsdorf führt die Wanderung nun zurück in den Wald oberhalb der Elbe. Einen schönen Blick hat man vom Biedermann-Mausoleum aus und von der danach gelegenen Johann-Alexander-Thiele-Aussicht. Der Waldweg geht schließlich in einen Feldweg über und führt an den kleinen Eulensteinen mitten auf dem Feld vorbei. Man durchquert die Ortschaft Weissig und läuft weiter auf einem Feldweg Richtung Rauensteine. Von hier hat man eine gute Sicht auf den Rauensteinwächter und einen Teil der Feldkette.

Tip: Auf Etappe 5 von Pirna nach Rathen verläuft der Malerweg oben auf den Rauensteinen und bietet herrliche Aussichten.

Schließlich verläßt man den Malerweg und läuft hinunter nach Rathen zum Bahnanschluss.

 

Panorama Rauensteine und Bastei
Panorama Rauensteine und Bastei

 
 

Zuletzt gewandert: 18.06.2017
Länge: ca. 18 km
Wanderzeit: ca. 6 h + ca. 3 Stunden Pause an Aussichtspunkten
Typ: Streckenkurs
Routenverlauf: Königstein, Pfaffendorf, Pfaffenstein, Königstein, Biedermann-Mausoleum, Johann-Alexander-Thiele-Aussicht, Weissig, Rathen 
Besondere Hinweise:
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Felslandschaft, grünlandgeprägte Kulturlandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Landstraße (mit und ohne Gehweg)
Ortsstraße (mit und ohne Gehweg)
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Pfad
Wegbeschaffenheit: Asphalt, verdichteter Sand/Kies, Grasweg, wurzeldurchsetzter Waldweg

Kartenüberblick:

Karte für Tour 277: Wanderung Malerweg Etappe 6: Königstein-Rathen

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Tour 277: Wanderung Malerweg Etappe 6: Königstein-Rathen

 

Anhänge:
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