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Wegkennzeichen MalerwegDer Malerweg ist wohl der berühmteste Wanderweg der Sächsischen Schweiz. Wie zwei kleine Kamelhöcker zeichnen sich der Gohrischstein und der Papststein auf dem Höhenprofil ab. Diese beiden Sandsteinfelsen bilden die Höhepunkte dieser Etappe. Die Anfahrt erfolgte mit der S-Bahn zum Bahnhof Königstein. Die Abreise kann vom Bahnhof Krippen mit der Bahn, von der Talstraße in Krippen mit dem Bus oder von der Fähranlegestelle an der Elbe erfolgen.

Aktuelle Informationen findet man auf der Website des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz. Ich habe die Etappenplanung des Tourismusverbandes an meine Bedürfnisse angepasst. Alle Etappen sind an den Anfangs- und Endpunkten mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Sehr hilfreich bei der Zeitplanung ist die Online-Fahrauskunft der VVO.

Alle meine Etappen sind unter Tour 272ff.: Wanderung Malerweg - Übersichtsseite zu finden.

An heißen Sommertagen empfiehlt es sich, die Wanderung sehr früh gegen 6 Uhr zu beginnen. Dadurch kann man den Königstein, den Pfaffenstein und später den Lilienstein und Gohrischstein hell erleuchtet im warmen Licht sehen. Die Luft ist noch frisch und man trifft auf den Aussichtspunkten kaum einen Menschen. Die Ruhe und das Vogelgezwitscher sind einfach herrlich. Darüber hinaus sind die Treppenaufstiege zu den Aussichtspunkten bei kühlen Temperaturen wesentlich besser zu überleben. wink

Vom Bahnhof Königstein geht es im Zickzack zwei Wohnstraßen nach oben und dann hinter der Häuserreihe auf der zweiten Straße (Am Heideberg) links eine Treppe nach oben. Danach gibt es einen Wegweiser "Schöne Aussicht", dem man auf einem Waldpfad folgt. Leider hat man kurz vor der Schönen Aussicht vor dem letzten kleinen steilen Anstieg einen Wegweiser vergessen. Es sieht so aus, als müsste man gerade aus laufen, aber links geht ein ganz schmaler Pfad steil nach oben. Hier muss man auf die Wegmarkierung Grüner Balken am Baum achten. Mit Navi natürlich leichter zu finden.

Schöner Blick
Schöner Blick
Pfaffenstein
Pfaffenstein

Die Schöne Aussicht habe ich bereits letztes Jahr besucht und sie ist inzwischen noch ein Stückchen weiter zugewachsen. Den Bäumen geht es gut. In 5 Jahren wird man vielleicht nicht mehr allzu viel sehen. Es sei denn, jemand lässt plötzlich die Motorsäge sprechen. frown Vom Aussichtspunkt kann man im Sommer bei vollem Laub die Festung Königstein sehen und ein kleines Stück der Stadt und der Elbschleife. Mehr nicht.

Die Wanderung verläuft anschließen auf der Heidepromenade, einem Panoramaweg oberhalb von Pfaffendorf. Man hat einen weiten Blick ins Tal mit dem Pfaffenstein im Hintergrund. Wenn man gefühlt auf gleicher Höhe mit dem Pfaffenstein ist, biegt man schräg links Richtung Gohrisch ab. Man passiert einige Wochenendgrundstücke und kommt dann über den Alten Schulweg zur Pfaffendorfer Straße. Nach 50 Metern gelangt man an eine Straßengabelung mit Wegweiser. Hier biegt man rechts in den Königsweg ab, der kurz darauf zu einem Feldweg wird.

Lilienstein
Lilienstein
Pfaffenstein
Pfaffenstein

Nachdem man den Waldrand erreicht hat, schwenkt man nach links auf den Jagdsteig und läuft nun quasi auf einem weiteren Panoramaweg immer am Waldrand entlang. Dieser Abschnitt gehört zum Gohrischen Rundweg. Der Blick geht diesmal weit ins Land Richtung Norden zum Lilienstein und darüber hinaus. Auf beiden Panoramawegen findet man viele Bänke zum Verweilen, um den Ausblick zu genießen. An der Einmündung des Jagdsteiges rechts in den Muselweg befindet sich eine Rätseltafel Laubwald. Sie gehört zu einem Lehrpfad, der von Schülern der Mittelschule Papstdorf angelegt wurde.

Der Muselweg verläuft durch üppigen Mischwald, geprägt von Buchen, Kiefern, Eichen, Birken und Fichten. Er ist Teil eines geologischen Lehrpfades. Neben dem Weg sind verschiedene Bodenprofile angelegt worden. Auf dazugehörigen Schautafeln wird darauf hingewiesen, dass das hier für die Sächsische Schweiz typische Bodenprofil leicht zu Staunässe im Oberflächenbereich führt, weil darunterliegende Bodenschichten eine wasserisolierende Wirkung haben. Es kann sogar passieren, dass das Wasser zutage tritt.

Als erstes wird der Gohrischstein erreicht. Der Aufstieg erfolgt über Treppen und Leitern. Auf der Westseite an der Wetterfahne hat man einen Blick auf den Pfaffenstein, Königstein und Lilienstein einschließlich der Dörfer und Hochflächen. Auf der Ostseite (Schutzhütte) hat man einen Blick zum Papsstein. Der Gohrisch ist ein guter Ort für eine erste Rast.

Gohrisch
Gohrisch
Papstdorf
Papstdorf

Der Abstieg erfolgt auf der Ostseite und gleich nach der Straßenüberquerung geht es gegenüber auf breiten Treppen hinauf zum Papststein. Der Papststein bietet eine Gaststätte, die aber früh am Morgen noch geschlossen hat. Man kann dann vielleicht nur den Koch bei den Vorbereitungen sehen oder die Anlieferung der Ware über die Seilbahn miterleben. Dafür hat man die 5 Aussichtspunkte höchstwahrscheinlich für sich allein.

Der Abstieg vom Papststein ist neben dem Wohnhaus gegenüber der Gaststätte. Am Fuß trifft man noch auf einen ehemaligen Specksteinstollen, der aber wegen Fledermäusen bzw. zur Sicherheit geschlossen ist. Weiter geht es durch den Wald Richtung Osten nach Kleinhennersdorf. Wer Lust hat, kann zwischendurch vom Malerweg abweichen und die Höhlen auf dem Kleinhennersdorfer Stein besichtigen.

Hampelhoehle
Hampelhöhle
Damwildgehege
Damwildgehege

Kleinhennersdorf wird durch Wege am Ortsrand eigentlich geschickt "umgangen". Die nächste Ortschaft nach Kleinhennersdorf ist dann Krippen. Dazwischen liegt nochmal angenehm schattiger Wald mit dem Waldgasthof Liethenmühle. Dafür wird es ggf. in Krippen heiß. An sonnigen Tagen erreicht man den Ort zur Mittagszeit und die Talstraße bietet keinen Schatten. Man kann aber bereits am Waldausgang in den Bus einsteigen und der möglichen Hitze entgehen.

 

Zuletzt gewandert: 15.06.2017
Länge: ca. 16 km
Wanderzeit: ca. 4,5 h ohne Pausen
Typ: Streckenkurs
Routenverlauf: Königstein, Pfaffendorf, Gohrischstein, Papststein, Kleinhennersdorfer Stein, Hampelhöhle, Kleinhennersdorf, Liethenmühle, Krippen
Besondere Hinweise:
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Felslandschaft, grünlandgeprägte Kulturlandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Landstraße (mit und ohne Gehweg)
Ortsstraße (mit und ohne Gehweg)
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Pfad
Wegbeschaffenheit: Asphalt, verdichteter Sand/Kies, Grasweg, wurzeldurchsetzter Waldweg

Kartenüberblick:

Karte für Tour 278: Wanderung Malerweg Etappe 7: Königstein-Krippen

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Tour 278: Wanderung Malerweg Etappe 7: Königstein-Krippen

 

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